Drei Wochen Seychellen – das klingt nach purem Taucherparadies. Und genau das war es auch, zumindest teilweise. Denn ursprünglich hatten wir uns diesen Urlaub vor allem als entspannte Auszeit mit vielen Tauchgängen vorgestellt. Am Ende wurde es eine wunderbare Mischung aus tauchen, schnorcheln, entdecken und gemeinsamen Erlebnissen.
Unsere Reise begann auf Praslin, wo wir die erste Hälfte unseres Aufenthalts verbrachten. Von dort aus unternahmen wir auch einen Tagesausflug nach La Digue, eine Insel wie aus dem Bilderbuch – mit traumhaften Stränden, riesigen Granitfelsen und einer wunderbar entspannten Atmosphäre.
Auf Praslin standen natürlich auch die ersten Tauchgänge auf dem Programm. Gemeinsam mit den Whitetip Divers absolvierten wir fünf Tauchgänge an verschiedenen Spots rund um die Insel. Die Unterwasserwelt präsentierte sich dabei abwechslungsreich und lebendig – von bunten Rifffischen bis hin zu spannenden Begegnungen mit größeren Meeresbewohnern. Bei angenehmen 30°C Wassertemperatur wurden wir dabei unserem Ruf als Warmwassertaucher mehr als gerecht.
Die zweite Hälfte unseres Urlaubs verbrachten wir auf Mahé. Auch hier zog es uns wieder unter Wasser: Mit den Blue Sea Divers machten wir weitere vier Tauchgänge. Die Tauchplätze unterschieden sich durchaus von denen auf Praslin und boten neue Eindrücke und Perspektiven auf die faszinierende Unterwasserwelt der Seychellen. Ein absolutes Highlight auf Mahé war dabei die Shark Bank: Dort erlebten wir ein beeindruckendes Schauspiel mit einem Stachelrochen-Duo, mehreren großen Haien sowie riesigen Fischschwärmen, die von stattlichen Barrakudas umkreist wurden – ein Tauchgang, der definitiv in Erinnerung bleibt.
Besonders war dieser Urlaub auch deshalb, weil uns zum ersten Mal Cark und Patti auf die Seychellen begleitet haben. Dadurch verlagerte sich ein Teil unseres Programms ganz automatisch: Neben dem Tauchen standen viele gemeinsame Sightseeing-Touren auf dem Plan. Wir erkundeten die Inseln, genossen Aussichtspunkte, Strände und die üppige Natur mit den tollen Nationalsparks.
Leider konnte Patti aufgrund einer Ohrenentzündung nicht tauchen. Daher haben wir viele unserer geplanten Tauchgänge durch schnorcheln ersetzt. Überraschenderweise standen die Begegnungen unter Wasser den Tauchgängen dabei oft in nichts nach – im Gegenteil: Auch beim Schnorcheln begegneten uns Adlerrochen, Stachelrochen, Haie und zahlreiche Barrakudas. Und wir mussten nicht schon nach 60 Minuten wieder raus.
Besonders erfreulich war zudem der Zustand der Korallenriffe. Sowohl beim Tauchen als auch beim Schnorcheln konnten wir eine beeindruckende Vielfalt an Stein- und Weichkorallen beobachten. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Korallenwelt langsam erholt – möglicherweise ein Ergebnis der umfangreichen Schutz- und Wiederaufbaumaßnahmen, die in den letzten Jahren auf den Seychellen umgesetzt wurden.
Was uns während der gesamten Reise immer wieder zu schaffen machte, war das Klima. Die große Hitze in Kombination mit der extrem hohen Luftfeuchtigkeit war durchaus anstrengend und forderte ihren Tribut.
Ein weniger erfreulicher Abschluss erwartete uns jedoch einige Tage vor der Rückreise: Unsere Flüge über Doha wurden kurzfristig gestrichen, und die Fluggesellschaft zeigte sich bei der Lösungssuche leider wenig hilfreich. So blieb uns letztlich nichts anderes übrig, als auf eigene Kosten und entsprechendem Zeitaufwand neue – und entsprechend teure – Flüge zu buchen, um überhaupt nach Hause zu kommen.
Am Ende bleibt dennoch vor allem eines: drei Wochen voller Eindrücke, Erlebnisse und gemeinsamer Erinnerungen. Ein Urlaub, der vielleicht nicht in allen Punkten reibungslos verlief, aber gerade dadurch seinen ganz eigenen, besonderen Charakter bekam.
Im Anschluss folgen nun unsere Fotos – eine bunte Mischung aus Tauch- und Schnorchelaufnahmen.
Die 3 Wochen waren lang genug um schnell vorbeizugehen. Tolle gemeinsame Erlebnisse, viel Neues entdeckt. Mit dem Klima etwas gekämpft, aber die Zeit wirklich mit allen genossen. Mega!